In diesem Projekt, das vom Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) finanziertes wird, vergleichen Manuel Puppis und Sabrina Heilan, wie in verschiedenen europäischen Mediensystemen das Onlineangebot von Public Service Media reguliert wird.
Denn die Medienwelt verändert sich durch Datafizierung, Algorithmisierung und Plattformisierung rasant. Gleichzeitig steht der Service public politisch unter Druck. (Rechts-)populistische Parteien, libertäre Kreise und private Medienunternehmen stellen seinen Auftrag und seine Finanzierung aufgrund von Eigeninteressen und/oder ideologischen Vorstellungen vermehrt in Frage. Entsprechend wird die Rolle des medialen Service public kontrovers diskutiert. Medienpolitische Entscheidungsträger stehen vor der Aufgabe, den Auftrag sporadisch neu zu definieren.

Auch in der Schweiz haben die Arbeiten an einer neuen Konzession für die SRG SSR begonnen, die 2029 in Kraft treten soll. Ein wissenschaftlich fundierter Vergleich von Service-public-Bestimmungen in anderen Mediensystemen kann einen wichtigen Beitrag zu einer evidenzbasierten Medienpolitik leisten.
Kontakt: Professur für Medienstrukturen und Governance